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Das Fulbright Programm in Kürze |
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| 1945 schlug J. William Fulbright (1905-1995),
ein junger Senator aus Arkansas, im amerikanischen Kongress vor, einen
Teil jener Mittel, die sich in vielen Ländern durch den Verkauf der
sogenannten amerikanischen Überschussgüter angesammelt hatten,
zur Finanzierung von Studienaufenthalten amerikanischer BürgerInnen
in eben diesen Ländern zu verwenden. Ein gleicher Betrag sollte von
den anderen Ländern für deren Staatsangehörige für
Studienaufenthalte in den U.S.A. bereitgestellt werden.
Am 1. August 1946 wurde schließlich der sogenannte Fulbright Act unterzeichnet, jenes Gesetz, das großzügige Finanzierung für Austauschprogramme initiierte und die Basis für das Fulbright Programm bildete. Auf Grundlage des Fulbright Gesetzes wurden Stipendienprogramme ins Leben gerufen, die U.S.-amerikanischen BürgerInnen ermöglichten, in anderen Ländern zu studieren und zu lehren, und mit deren Hilfe umgekehrt StaatsbürgerInnen dieser Länder die Vereinigten Staaten zu Studien- und Lehrzwecken besuchen konnten. Bereits 1948 gingen die ersten amerikanischen StipendiatInnen nach China. 1961 wurden alle den akademischen Austausch betreffenden U.S. Gesetze im Fulbright-Hays-Akt zusammengefasst. Ziel des Fulbright Programms ist es heute wie damals, das gegenseitige Verständnis zwischen der amerikanischen Bevölkerung und den Völkern anderer Länder zu fördern. Ein Fulbright Programm gibt es derzeit in 148 Staaten. Weltweit stellt die amerikanische Regierung rund 125 Millionen Dollar jährlich für das Fulbright Programm zur Verfügung. In 50 Ländern wird das Programm durch eine bilaterale Fulbright Kommission betreut und 40 Staaten tragen zur gemeinsamen Finanzierung bei. Das österreichischen Fulbright Programm feierte im Jahr 2000 sein 50-jähriges Bestehen. Am 6. Juni 1950 nämlich unterzeichneten die Regierungen der Vereinigten Staaten und Österreichs das ursprüngliche "Fulbright-Abkommen", das die Durchführung der ersten Austauschprogramme 1951/52 ermöglichte. Bis zum Jahr 1963 trug die U.S.-Regierung die gesamten Programmkosten. Die Finanzierung des Programms wurde jedoch, als die ursprünglich für das Austauschprogramm bereitgestellten Mittel (die Erlöse von U.S.-Überschussgütern in Österreich) erschöpft waren, auf binationale Basis gestellt: Zum Zwecke einer gemeinsamen Finanzierung schlossen die beiden Regierungen ein neues Abkommen mit Wirksamkeit vom 25. Juni 1963 ab, das eine autonome, binationale Fulbright Kommission etablierte. Seit 1951 haben beide Regierungen 29 Millionen Euro für das Programm aufgewendet. Neben der gemeinsamen Finanzierung durch die österreichische und die U.S.-amerikanische Regierung zeichnen gemeinsame Entscheidungsprozesse innerhalb der binationalen Kommission das österreichische Fulbright Programm aus. Die Austrian-American Educational Commission (kurz AAEC oder "Fulbright Kommission") besteht aus 5 ÖsterreicherInnen und 5 U.S.-AmerikanerInnen, die jährlich von ihren jeweiligen Regierungen nominiert werden, wobei abwechselnd ein österreichisches und ein amerikanisches Mitglied den Vorsitz innehat. Als Ehrenvorsitzende der Kommission fungieren die österreichische Wissenschaftsministerin und die amerikanische Botschafterin in Österreich. Unter den insgesamt 155.600 StudentInnen und WissenschafterInnen, die seit dem Bestehen des Programms aus aller Welt zu Studien- und Forschungszwecken in die Vereinigten Staaten kamen, befanden sich auch rund 3.140 ÖsterreicherInnen. Umgekehrt kamen etwa 2.130 AmerikanerInnen mit einem Fulbright Stipendium nach Österreich, wobei über 350 als Fulbright GastprofessorInnen an österreichischen Hochschulen tätig waren. Die österreichische Fulbright Kommission beging den 100. Geburtstag von J. William Fulbright am 8. April 2005 mit einem Festakt an der Diplomatischen Akademie Wien. |
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| The Austrian-American
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